Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 15. Juli 2026 | CorlanHub e.U., Grabenweg 68, 6020 Innsbruck
A. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen CorlanHub e.U. (nachfolgend "Auftragnehmer") und Kunden (nachfolgend "Auftraggeber") über Schulungsleistungen, Trainings und damit verbundene Beratungsleistungen.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat.
Diese AGB gelten sowohl für Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) als auch für Unternehmer. Soweit die AGB nach KSchG nicht anwendbar sind oder zugunsten von Verbrauchern abzuweichen ist, gelten die gesetzlichen Regelungen.
Maßgebliches Recht ist das österreichische Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
B. Vertragsschluss
Anfragen über das Kontaktformular oder per E-Mail stellen kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Einladung zur Angebotsstellung. Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers zustande.
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und gelten für die Dauer von 30 Kalendertagen ab Ausstellung, sofern keine andere Frist angegeben ist.
Änderungen oder Ergänzungen eines geschlossenen Vertrages bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel.
C. Leistungsumfang
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen schriftlichen Angebot und der Auftragsbestätigung. Darin sind Art, Umfang und Zeitplan der Schulungsleistung festgelegt.
Schulungen werden entweder in den Räumlichkeiten des Auftraggebers, in den Schulungsräumen des Auftragnehmers in Innsbruck oder in einem vereinbarten Drittort durchgeführt. Remote-Formate sind nach gesonderter Vereinbarung möglich.
Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Erbringung der Leistung geeignete Erfüllungsgehilfen einzusetzen, sofern dies dem Auftraggeber mitgeteilt wird und der Qualitätsstandard gewahrt bleibt.
Änderungen des Leistungsumfangs nach Vertragsschluss bedürfen der schriftlichen Vereinbarung und können zu einer Anpassung des Entgelts führen.
D. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle für die Durchführung der Schulung erforderlichen Informationen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören insbesondere Angaben zur Teamgröße, zu vorhandenen Datensätzen und zu spezifischen Lernzielen.
Der Auftraggeber stellt sicher, dass die Teilnehmenden für die vereinbarten Termine verfügbar sind und über die erforderliche technische Ausstattung (Laptop, Internetzugang) verfügen.
Verzögerungen, die aus mangelnder Mitwirkung des Auftraggebers entstehen, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers und können zur Anpassung von Terminen oder Entgelten führen.
E. Preise und Zahlungsbedingungen
Die vereinbarten Entgelte sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Vereinbarung, in der Regel nach Abschluss der jeweiligen Schulungseinheit oder des Gesamtprogramms.
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern keine andere Zahlungsfrist vereinbart wurde.
Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz der Österreichischen Nationalbank zu berechnen. Darüber hinaus können Mahnspesen und sonstige Betreibungskosten in Rechnung gestellt werden.
Eine Aufrechnung mit Gegenforderungen ist nur zulässig, wenn diese vom Auftragnehmer anerkannt oder rechtskräftig festgestellt wurden.
F. Stornierung und Rücktritt
Der Auftraggeber kann vom Vertrag zurücktreten. Bei Stornierung bis 30 Tage vor dem vereinbarten Termin entstehen keine Stornokosten. Bei Stornierung zwischen 29 und 15 Tagen vor dem Termin werden 30% des vereinbarten Entgelts fällig. Bei Stornierung weniger als 15 Tage vor dem Termin werden 60% des vereinbarten Entgelts fällig.
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Rücktrittsrechte nach KSchG uneingeschränkt. Das Fernabsatz-Widerrufsrecht nach §§ 11 ff. FAGG gilt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Der Auftragnehmer ist berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn die Durchführung der Schulung aus Gründen, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen (höhere Gewalt, Krankheit des Trainers, behördliche Anordnungen), nicht möglich ist. In diesem Fall werden bereits bezahlte Entgelte vollständig erstattet.
G. Urheberrecht und Nutzungsrechte
Alle Schulungsunterlagen, Präsentationen, Übungsmaterialien und sonstigen im Rahmen der Schulung zur Verfügung gestellten Materialien sind urheberrechtlich geschützt und verbleiben im Eigentum des Auftragnehmers.
Der Auftraggeber erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den Schulungsunterlagen für den internen Gebrauch. Eine Weitergabe an Dritte, eine Veröffentlichung oder eine kommerzielle Nutzung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
Datensätze und Informationen, die der Auftraggeber für Übungszwecke zur Verfügung stellt, verbleiben im Eigentum des Auftraggebers. Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur vertraulichen Behandlung dieser Informationen.
H. Haftung
Der Auftragnehmer haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Haftungsbestimmungen uneingeschränkt.
Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für den wirtschaftlichen Erfolg von Entscheidungen, die auf Basis der in den Schulungen erlernten Methoden getroffen werden. Die Schulungen vermitteln Methoden und Werkzeuge, nicht Handlungsempfehlungen für konkrete Geschäftsentscheidungen.
Die Haftung des Auftragnehmers ist auf die Höhe des vereinbarten Entgelts begrenzt, soweit gesetzlich zulässig.
I. Datenschutz im Vertragsverhältnis
Im Rahmen der Vertragsabwicklung verarbeitet CorlanHub e.U. personenbezogene Daten der Auftraggeber und Teilnehmenden. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) sowie gesetzlicher Verpflichtungen.
Werden im Rahmen von Schulungsübungen personenbezogene Daten von Mitarbeitenden des Auftraggebers verarbeitet, ist vorab ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO abzuschließen. Der Auftraggeber trägt die Verantwortung dafür, dass die Nutzung dieser Daten für Schulungszwecke rechtlich zulässig ist.
Weiteres zur Datenverarbeitung findet sich in der Datenschutzerklärung von CorlanHub e.U.
J. Schlussbestimmungen
Gerichtsstand für Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB und den auf ihrer Grundlage geschlossenen Verträgen ist, soweit gesetzlich zulässig, Innsbruck. Für Verbraucher gilt der jeweilige gesetzliche Gerichtsstand.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Diese AGB unterliegen österreichischem Recht. Anwendbares Verbraucherrecht bleibt unberührt.
Stand: 15. Juli 2026